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Warum WLANs langsam werden – und wie sich die Ursachen finden lassen

„Das WLAN ist langsam.“

Mit dieser Rückmeldung beginnt die Fehlersuche in vielen Unternehmen. Was genau dahintersteckt, zeigt sich allerdings oft erst beim zweiten Blick. Anwendungen reagieren verzögert, Videokonferenzen stocken oder Verbindungen brechen immer wieder kurz ab. Die Ursache liegt dabei nicht zwangsläufig im Funknetz.

Eine gute Signalstärke allein reicht heute längst nicht mehr aus, um die Qualität eines WLANs zu beurteilen. Genauso können ungünstige Einstellungen, eine unpassende Kanalplanung oder Probleme in der Verkabelung die Leistung eines Netzwerks beeinträchtigen. Wer die Ursache finden möchte, sollte deshalb das gesamte WLAN betrachten – nicht nur den Access Point oder den betroffenen Client.

Im Folgenden haben wir einige Fehlerquellen zusammengestellt, die bei der Analyse von WLANs immer wieder eine Rolle spielen.

 

Mindestdatenraten richtig einstellen

Die Mindestdatenrate wird bei der Einrichtung eines WLANs häufig unverändert übernommen. Dabei hat sie großen Einfluss darauf, wie effizient ein Funknetz arbeitet.

Ist sie zu niedrig eingestellt, können sich auch Clients verbinden, die sich bereits am Rand der Funkzelle befinden. Diese Geräte arbeiten mit geringeren Datenraten und benötigen dadurch deutlich mehr Airtime. Das wirkt sich nicht nur auf den einzelnen Client aus, sondern auf alle Geräte, die sich denselben Access Point teilen.

Zusätzlich bleiben Clients häufig länger mit einem Access Point verbunden, obwohl ein anderer bereits die bessere Verbindung bieten würde. Auch das kann die WLAN-Performance beeinträchtigen.

In modernen WLANs werden die alten 802.11b-Datenraten deshalb meist deaktiviert. Welche Mindestdatenrate sinnvoll ist, hängt allerdings immer von der jeweiligen WLAN-Planung und der gewünschten Funkversorgung ab.

 

Mindestdatenraten richtig einstellen

Die Mindestdatenrate wird bei der Einrichtung eines WLANs häufig unverändert übernommen. Dabei hat sie großen Einfluss darauf, wie effizient ein Funknetz arbeitet.

Ist sie zu niedrig eingestellt, können sich auch Clients verbinden, die sich bereits am Rand der Funkzelle befinden. Diese Geräte arbeiten mit geringeren Datenraten und benötigen dadurch deutlich mehr Airtime. Das wirkt sich nicht nur auf den einzelnen Client aus, sondern auf alle Geräte, die sich denselben Access Point teilen.

Zusätzlich bleiben Clients häufig länger mit einem Access Point verbunden, obwohl ein anderer bereits die bessere Verbindung bieten würde. Auch das kann die WLAN-Performance beeinträchtigen.

In modernen WLANs werden die alten 802.11b-Datenraten deshalb meist deaktiviert. Welche Mindestdatenrate sinnvoll ist, hängt allerdings immer von der jeweiligen WLAN-Planung und der gewünschten Funkversorgung ab.

 

Warum die Kanalplanung entscheidend ist

Gerade im 2,4-GHz-Band spielt die Kanalplanung nach wie vor eine wichtige Rolle. Werden überlappende Kanäle verwendet, beeinflussen sich benachbarte WLANs gegenseitig. Die Folge sind Retransmissions, höhere Latenzen und geringere Datendurchsätze.

Deshalb kommen hier in der Regel ausschließlich die Kanäle 1, 6 und 11 zum Einsatz.

Auch im 5-GHz-Band lohnt sich ein genauer Blick auf die Kanalplanung. Die automatische Kanalwahl liefert nicht in jeder Umgebung das beste Ergebnis. Je nach Gebäude, Nachbar-WLANs und Anzahl der Access Points kann eine gezielte Planung die bessere Wahl sein.

Ebenso sollte die Kanalbreite bewusst gewählt werden. 80 MHz bieten zwar höhere Datenraten, benötigen aber auch deutlich mehr Spektrum. In vielen Unternehmensnetzen sorgen 20 oder 40 MHz für eine stabilere Funkversorgung und weniger gegenseitige Beeinflussung.

 

Warum die Kanalplanung entscheidend ist

Gerade im 2,4-GHz-Band spielt die Kanalplanung nach wie vor eine wichtige Rolle. Werden überlappende Kanäle verwendet, beeinflussen sich benachbarte WLANs gegenseitig. Die Folge sind Retransmissions, höhere Latenzen und geringere Datendurchsätze.

Deshalb kommen hier in der Regel ausschließlich die Kanäle 1, 6 und 11 zum Einsatz.

Auch im 5-GHz-Band lohnt sich ein genauer Blick auf die Kanalplanung. Die automatische Kanalwahl liefert nicht in jeder Umgebung das beste Ergebnis. Je nach Gebäude, Nachbar-WLANs und Anzahl der Access Points kann eine gezielte Planung die bessere Wahl sein.

Ebenso sollte die Kanalbreite bewusst gewählt werden. 80 MHz bieten zwar höhere Datenraten, benötigen aber auch deutlich mehr Spektrum. In vielen Unternehmensnetzen sorgen 20 oder 40 MHz für eine stabilere Funkversorgung und weniger gegenseitige Beeinflussung.

 

Störungen durch andere Funksysteme

Nicht jede Störung wird von einem anderen WLAN verursacht. Auch Bluetooth-Geräte, Mikrowellen, Funkkameras oder industrielle Funksysteme nutzen das gleiche Frequenzspektrum – insbesondere im 2,4-GHz-Band.

Solche Störquellen bleiben in klassischen WLAN-Messungen häufig unsichtbar, weil sie keine WLAN-Kommunikation erzeugen. Erst eine Spektrumanalyse zeigt, welche Signale den Kanal tatsächlich belegen.

Gerade wenn Probleme nur sporadisch auftreten oder sich nicht eindeutig erklären lassen, lohnt sich deshalb ein Blick auf das gesamte Funkspektrum.

 

Störungen durch andere Funksysteme

Nicht jede Störung wird von einem anderen WLAN verursacht. Auch Bluetooth-Geräte, Mikrowellen, Funkkameras oder industrielle Funksysteme nutzen das gleiche Frequenzspektrum – insbesondere im 2,4-GHz-Band.

Solche Störquellen bleiben in klassischen WLAN-Messungen häufig unsichtbar, weil sie keine WLAN-Kommunikation erzeugen. Erst eine Spektrumanalyse zeigt, welche Signale den Kanal tatsächlich belegen.

Gerade wenn Probleme nur sporadisch auftreten oder sich nicht eindeutig erklären lassen, lohnt sich deshalb ein Blick auf das gesamte Funkspektrum.

 

Sendeleistung mit Bedacht wählen

Reicht die WLAN-Abdeckung nicht aus, wird häufig zuerst die Sendeleistung der Access Points erhöht. Das verbessert die Situation aber nicht automatisch.

Größere Funkzellen führen oft dazu, dass Clients länger mit einem Access Point verbunden bleiben, obwohl ein anderer bereits die bessere Verbindung bietet. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich benachbarte Access Points gegenseitig beeinflussen.

Eine gute WLAN-Planung orientiert sich deshalb nicht an der größtmöglichen Reichweite, sondern an einer Funkversorgung, die zur jeweiligen Umgebung passt.

 

Sendeleistung mit Bedacht wählen

Reicht die WLAN-Abdeckung nicht aus, wird häufig zuerst die Sendeleistung der Access Points erhöht. Das verbessert die Situation aber nicht automatisch.

Größere Funkzellen führen oft dazu, dass Clients länger mit einem Access Point verbunden bleiben, obwohl ein anderer bereits die bessere Verbindung bietet. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich benachbarte Access Points gegenseitig beeinflussen.

Eine gute WLAN-Planung orientiert sich deshalb nicht an der größtmöglichen Reichweite, sondern an einer Funkversorgung, die zur jeweiligen Umgebung passt.

 

Wenn Clients nicht sauber roamen

Der Wechsel zwischen zwei Access Points wird häufig dem WLAN zugeschrieben. Tatsächlich entscheidet darüber aber der Client.

Bleibt ein Gerät zu lange mit einem weiter entfernten Access Point verbunden, spricht man von einem sogenannten Sticky Client. Das macht sich beispielsweise durch sinkende Datenraten oder kurze Unterbrechungen bemerkbar, obwohl eigentlich eine bessere Verbindung verfügbar wäre.

Wie gut das Roaming funktioniert, hängt deshalb von mehreren Faktoren ab: der Planung der Funkzellen, den WLAN-Einstellungen und nicht zuletzt vom Verhalten der eingesetzten Endgeräte.

 

Wenn Clients nicht sauber roamen

Der Wechsel zwischen zwei Access Points wird häufig dem WLAN zugeschrieben. Tatsächlich entscheidet darüber aber der Client.

Bleibt ein Gerät zu lange mit einem weiter entfernten Access Point verbunden, spricht man von einem sogenannten Sticky Client. Das macht sich beispielsweise durch sinkende Datenraten oder kurze Unterbrechungen bemerkbar, obwohl eigentlich eine bessere Verbindung verfügbar wäre.

Wie gut das Roaming funktioniert, hängt deshalb von mehreren Faktoren ab: der Planung der Funkzellen, den WLAN-Einstellungen und nicht zuletzt vom Verhalten der eingesetzten Endgeräte.

 

Auch die Verkabelung gehört zur Fehlersuche

Nicht jede vermeintliche WLAN-Störung hat ihre Ursache im Funknetz.

Arbeitet ein Access Point beispielsweise nur mit 100 Mbit/s oder 1 Gbit/s, obwohl eine Multi-Gigabit-Anbindung vorgesehen ist, wird die verfügbare Bandbreite bereits vor dem WLAN begrenzt. Ursache können beschädigte Netzwerkkabel, fehlerhafte Patchfelder oder defekte Anschlüsse sein.

Deshalb gehört bei einer vollständigen Analyse immer auch die Überprüfung der kabelgebundenen Infrastruktur dazu.

 

Auch die Verkabelung gehört zur Fehlersuche

Nicht jede vermeintliche WLAN-Störung hat ihre Ursache im Funknetz.

Arbeitet ein Access Point beispielsweise nur mit 100 Mbit/s oder 1 Gbit/s, obwohl eine Multi-Gigabit-Anbindung vorgesehen ist, wird die verfügbare Bandbreite bereits vor dem WLAN begrenzt. Ursache können beschädigte Netzwerkkabel, fehlerhafte Patchfelder oder defekte Anschlüsse sein.

Deshalb gehört bei einer vollständigen Analyse immer auch die Überprüfung der kabelgebundenen Infrastruktur dazu.

 

Signalstärke allein reicht nicht aus

Eine gute Ausleuchtung ist wichtig – sie sagt aber noch wenig darüber aus, wie leistungsfähig ein WLAN tatsächlich ist.

Ebenso entscheidend sind die Anzahl der gleichzeitig verbundenen Clients, die Auslastung der Funkzellen, die verfügbare Airtime und das Roaming-Verhalten. Ein WLAN kann deshalb eine sehr gute Signalstärke bieten und trotzdem nicht die erwartete Performance erreichen.

Bei der Planung neuer WLANs geht es deshalb längst nicht mehr nur um eine möglichst flächendeckende Versorgung. Genauso wichtig ist es, die zu erwartende Anzahl der Endgeräte und deren Nutzung zu berücksichtigen.

 

Signalstärke allein reicht nicht aus

Eine gute Ausleuchtung ist wichtig – sie sagt aber noch wenig darüber aus, wie leistungsfähig ein WLAN tatsächlich ist.

Ebenso entscheidend sind die Anzahl der gleichzeitig verbundenen Clients, die Auslastung der Funkzellen, die verfügbare Airtime und das Roaming-Verhalten. Ein WLAN kann deshalb eine sehr gute Signalstärke bieten und trotzdem nicht die erwartete Performance erreichen.

Bei der Planung neuer WLANs geht es deshalb längst nicht mehr nur um eine möglichst flächendeckende Versorgung. Genauso wichtig ist es, die zu erwartende Anzahl der Endgeräte und deren Nutzung zu berücksichtigen.

 

Fazit

WLAN-Probleme lassen sich selten auf eine einzige Ursache zurückführen. Oft greifen mehrere Faktoren ineinander. Umso wichtiger ist es, bei der Fehlersuche strukturiert vorzugehen und die Messergebnisse richtig einzuordnen.

Wer typische Fehlerquellen kennt und geeignete Messverfahren einsetzt, kann Probleme deutlich schneller eingrenzen und gezielt beheben.

Unsere 3-tägigen WLAN-Seminare vermitteln die dafür notwendigen Grundlagen – von der Planung über die Messtechnik bis zur systematischen Analyse realer WLAN-Umgebungen. Die Inhalte sind herstellerunabhängig und richten sich an alle, die WLANs professionell planen, betreiben oder Fehler analysieren möchten.

Fazit

WLAN-Probleme lassen sich selten auf eine einzige Ursache zurückführen. Oft greifen mehrere Faktoren ineinander. Umso wichtiger ist es, bei der Fehlersuche strukturiert vorzugehen und die Messergebnisse richtig einzuordnen.

Wer typische Fehlerquellen kennt und geeignete Messverfahren einsetzt, kann Probleme deutlich schneller eingrenzen und gezielt beheben.

Unsere 3-tägigen WLAN-Seminare vermitteln die dafür notwendigen Grundlagen – von der Planung über die Messtechnik bis zur systematischen Analyse realer WLAN-Umgebungen. Die Inhalte sind herstellerunabhängig und richten sich an alle, die WLANs professionell planen, betreiben oder Fehler analysieren möchten.

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